Slow Release: Wirkverstärker für das Grundlagentraining

Slow Release: Wirkverstärker für das Grundlagentraining

Effizienteres Training mit Slow-Release-Effekt 

Robert Gorgos machte in seiner Arbeit als Ernährungsexperte im Profi-Radsport eine klare Beobachtung: Der Großteil verfügbarer Produkte ist auf die Verpflegung im Wettkampf oder in wettkampfähnlichen, hochintensiven Trainingseinheiten ausgelegt. In der Praxis findet jedoch der überwiegende Teil des Trainings im Grundlagenbereich statt. 

Sich in diesen ruhigen, langen Einheiten genauso zu verpflegen wie bei sehr intensiven Belastungen ergibt aus mehreren Gründen keinen Sinn. Wettkampfverpflegung mit einem 2:1- oder 1:0.8-Verhältnis ist darauf optimiert, in kurzer Zeit möglichst große Energiemengen aufzunehmen. Selbst bei niedriger Dosierung kann dies Effekte hervorrufen, die den metabolischen Zielen des Grundlagentrainings entgegenlaufen – etwa unnötig hohe Insulinspitzen oder eine verminderte Aktivierung des Fettstoffwechsels. 

Robert Gorgos beobachtete bei seinen Athlet:innen jedoch häufig auch das andere Extrem: Sie verzichteten im Grundlagentraining vollständig auf Kohlenhydrate. Auch das hatte mehrere negative Folgen. Die Athlet:innen gerieten vermehrt in einen katabolen Zustand. Zwar verbesserte sich die Fettverbrennung, gleichzeitig nahm jedoch die Leistungsfähigkeit kontinuierlich ab. Zudem verschlechterte sich die Fähigkeit, später im Rennen größere Mengen an Kohlenhydraten zu resorbieren. Häufig traten eine erhöhte Infektanfälligkeit, eine schlechtere Regeneration sowie ausgeprägte Hungerattacken am Abend nach dem Training auf. 

Die daraus resultierende Erkenntnis war: Mit einer gezielt angepassten Ernährung lässt sich das Grundlagentraining deutlich effektiver gestalten.  

Wirkweise und Zusammensetzung  

Unsere Slow-Release-Produkte sind darauf ausgelegt, die Ziele des Grundlagentrainings gezielt zu unterstützen. Entscheidend ist dabei ihre spezielle Zusammensetzung: Sie liefern Energie so, dass der Blutzuckerspiegel möglichst konstant bleibt und selbst bei moderater Energiezufuhr ein langanhaltendes Sättigungsgefühl entsteht. Genau diese Stabilität ist im Grundlagenbereich zentral – hier steht nicht die maximale Energieaufnahme im Vordergrund, sondern die gezielte metabolische Anpassung. 

Ein wesentlicher Bestandteil unserer Slow-Release-Produkte ist Isomaltulose. Diese Kohlenhydratquelle wird deutlich langsamer aufgespalten als die in vielen auf maximale Energieaufnahme ausgelegten Produkten verwendeten Glucose-Fructose-Kombinationen. Sie gelangt verzögert ins Blut, der Blutzuckerspiegel steigt moderat an und bleibt über einen längeren Zeitraum stabil. Dadurch steht den arbeitenden Muskeln kontinuierlich Energie zur Verfügung, ohne ausgeprägte Schwankungen oder hohe Insulinspitzen. Gleichzeitig wird Muskelglykogen geschont und der Fettstoffwechsel aktiv gehalten. 

Diese Wirkweise passt ideal zu längeren, ruhigen Trainingseinheiten im niedrigen Intensitätsbereich. Je geringer die Intensität, desto größer ist der relative Beitrag der Fettverbrennung zur Energiebereitstellung. Da die körpereigenen Kohlenhydratspeicher begrenzt sind, ist es sinnvoll, sie im Grundlagentraining nicht unnötig zu entleeren, sondern gezielt zu schonen und parallel die Fähigkeit zur Fettverbrennung zu verbessern. 

Neben SLOW CARB als Drink Mix sind Slow-Release-Kohlenhydrate auch in fester Form verfügbar. Der PORRIDGE BAR basiert auf dem gleichen Wirkprinzip und bietet mit seinem natürlichen und wenig aufdringlichen Geschmack eine willkommene Abwechslung als feste Energiequelle. 

Mit SLOW CARB und insbesondere SLOW CARB HEAT konnte zudem ein weiteres praktisches Problem gelöst werden, das Robert Gorgos bei den von ihm betreuten Athlet:innenhäufig beobachtete. Im Versuch, den Fettstoffwechsel zu verbessern, griffen viele Athlet:innenim Grundlagentraining auf nahezu kalorienfreie Mineralstofftabletten zurück. Diese Strategie führte zwar zu einer sehr niedrigen Energiezufuhr, hatte jedoch klare Nachteile: Die Leistungsfähigkeit blieb limitiert, und extrem energiearme Getränke werden deutlich schlechter resorbiert, wodurch das Risiko einer Dehydrierung anstieg. 

Der Einsatz von Slow-Release-Getränken verbesserte die Situation gleich mehrfach. Die Athlet:innen konnten eine höhere, aber weiterhin kontrollierte Leistung aufrechterhalten, was den Trainingsreiz im Grundlagenbereich erhöhte. Gleichzeitig verbesserte sich die Flüssigkeitsresorption, da Getränke mit moderatem Energiegehalt nachweislich besser aufgenommen werden als nahezu kalorienfreie Lösungen. Gerade bei langen Einheiten und hohen Temperaturen war dieser Effekt entscheidend für Leistungsstabilität und Verträglichkeit.

Durch die geringe Süßkraft können größere Mengen aufgenommen werden, ohne dass das Getränk unangenehm süß schmeckt. 

Sauerkirsche 

Sauerkirschen sind reich an Vitaminen (A, B1, B2, C, E) sowie Mineralstoffen wie Kalium, Niacin und Folsäure. Sie zählen zudem zu den wenigen natürlichen Quellen für Melatonin, das den Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflusst. 

Darüber hinaus enthalten sie Polyphenole mit antioxidativen Eigenschaften, die die Regeneration unterstützen, Muskelschmerzen reduzieren und die Gefäßfunktion verbessern können. Geschmacklich überzeugt die Sauerkirsche mit dem natürlich dezenter Frische – selbst bei längerem und höherem Konsum während Ausdauerbelastungen. 

Praktische Anwendung von Slow-Release-Produkten 

Der richtige Einsatzzweck  

Slow-Release-Produkte spielen ihre Stärke vor allem im lockeren Grundlagenbereich aus. Sie eignen sich ideal für lange, ruhige Einheiten, bei denen eine stabile Energieverfügbarkeit wichtiger ist als eine maximale Energieaufnahme. 

Darüber hinaus können sie auch vor der Einheit eingesetzt werden, wenn sich ein leichtes Hungergefühl meldet. Aufgrund ihrer Eigenschaften und ihres nicht zu süßen Geschmacks nutzen viele Athlet:innen den PORRIDGE BAR zudem als praktischen Snack auf Reisen oder zwischen Einheiten. 

Die richtige Dosierung 

Für den Einsatz von SLOW CARB gilt folgende Orientierung: 

Pro Trainingsstunde werden etwa 43 Gramm SLOW CARB oder 46 Gramm SLOW CARB HEAT Drink Mix in 500 ml Wasser dosiert. Die Gesamtmenge von 90 Gramm pro Trainingseinheit sollte dabei nicht überschritten werden. 

Dauert die Einheit länger als drei Stunden, empfiehlt es sich, in der zweiten Hälfte zusätzlich feste Energie über den PORRIDGE BAR aufzunehmen. Für solche Einheiten sollte die Gesamtzufuhr bei 60–80 Gramm Kohlenhydraten pro Stunde liegen, da der Energieverbrauch mit zunehmender Dauer ansteigt. Eine unzureichende Versorgung führt nicht nur zu einem deutlichen Leistungsabfall, sondern verzögert auch die Regeneration. 

Der PORRIDGE BAR lässt sich sehr gut mit dem ELECTROLYTE SHOT kombinieren. Auch hier sollte das Ziel eine Gesamtzufuhr zwischen 30 und 80 Gramm Kohlenhydraten pro Stunde sein. Je erfahrener der Athlet und je kürzer sowie lockerer die Einheit, desto geringer kann diese Menge ausfallen. 

Wird die Einheit deutlich länger als drei Stunden, hat es sich bewährt, in der zweiten Hälfte schrittweise schneller und leichter verfügbare Kohlenhydratquellen zu integrieren oder zu kombinieren – zum Beispiel SLOW CARB mit dem INTENSITY BAR oder FAST CARB in Kombination mit dem PORRIDGE BAR. Dabei sollte bei SLOW CARB die Menge von 44 Gramm pro Stunde und 88 Gramm pro Einheit nicht überschritten werden.  

 

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